Die Hitze und der Altholzmarkt

Verändertes Klima erwirkt veränderte Produktionsabläufe. Der Mangel an Niederschlag und die anhaltende Dürre in Deutschland haben Folgen für die Ausgangslage der Biomasse-Produktion, insbesondere auch auf den Altholzsektor.

Die Redaktion von „EUWID Recycling und Entsorgung“ vermerkt im deutschen Markt zuletzt – im Vergleich zu Werten bis Juni – ein höheres Altholzaufkommen, jedoch einhergehend mit „knapperen Verwertungskapazitäten“. In der Aufbereitung sei außerdem mit steigenden Kosten zu rechnen, etwa wegen der aktuellen Staubproblematik und höherem Aufwand im Transport: „Auf einen Schubboden dürften derzeit rund eine bis zwei Gewichtstonnen weniger Altholz passen“, schreibt die Euwid.

„Die hohen Temperaturen und die lange Trockenheit fordern in vielen Bereichen der Produktion mehr Aufmerksamkeit und Geduld“, erklärt Ute Witgen aus der Altholz-Abteilung der Brüning | Gruppe. Sie und ihre Kollegen erhalten Informationen zu den produktionsbezogenen Auswirkungen der beständigen Hitzezeit aus erster Hand, durch direkten Kontakt zu Lieferanten und Produzenten.

„Das Wetter hat umfassende Auswirkungen auf alle Produktionsprozesse, das summiert sich“, erklärt Ute Witgen. „Das betrifft dann auch nicht nur den Altholzmarkt. Zum einen gibt es niedrigere Wasserstände und der Schiffsverkehr läuft schleppender. Zum anderen erhöht sich die Brandgefahr auf den Recyclinghöfen beim Schreddern und am Radlader staubt es ordentlich.“

Trotz Hitze bewahrt Ute Witgen einen kühlen Kopf: „Wichtig ist es uns, sowohl auf Lieferanten- als auch auf Kundenseite offen über die Ausgangslage zu kommunizieren und beim Umgang mit der Situation aus den Erfahrungswerten der vergangenen Jahre zu schöpfen.“

 

Quellenangabe:
www.euwid-recycling.de/news/maerkte/einzelansicht/Artikel/verfuegbare-altholzmenge-deutlich-gestiegen.html