Die Feinstaubdebatte

Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV), dessen Mitglied unsere Brüning-Euromulch GmbH ist, schreibt Jörg Kachelmann gefährliches Halbwissen zu: Der äußerte sich jüngst in seiner Kolumne kritisch zur „Holzofen-Feinstaubkatastrophe“. Der DEPV weist – erneut – auf das Missachten veralteter Emissionsfaktoren und die nachträglichen Wertkorrekturen des Umweltbundesamtes (UBA) hin.

In einem seiner Newsletter zeigt sich der DEPV erbost darüber, dass „undifferenzierte, unqualifizierte Beiträge zur Holzenergie in den Medien leider zur Tagesordnung gehören“. Als aktuelles Beispiel nennt der Verband Jörg Kachelmanns neueste Aussagen. Der Schweizer Journalist schreibt unter anderem: „Der Holzofen-Boom und die heute schon katastrophalen und die in den nächsten Jahren immer schlimmer werdenden Feinstaubwerte durch das Verbrennen von Holz oder Pellets sind vermutlich keine Absicht, sondern das Ergebnis unendlicher Dummheit von Politikerinnen und Politikern, die es aus Populismusgründen als wichtig erachteten, Umweltschutz insofern vorzutäuschen, dass man angeblich durch das Verbrennen von Holz etwa 200 Stellen hinter dem Komma nach der Null CO2 einsparen würde.“

Verhindern lasse es sich nicht, dass falsche Behauptungen die Runde machen, schreibt daraufhin der DEPV in seinem Newsletter, den unsere Euromulch-Mitarbeiter kürzlich erhalten haben. „Zumal wir als einziger Verband aus der sog. Bioenergiebranche mit Richtigstellungen (u.a. Verweis auf geänderte Emissionsfaktoren des UBA und die abnehmende Feinstaubbelastung durch Holzenergie) den Schaden ein wenig eindämmen“, schreibt der DEPV weiter.

In seinem Pressebereich stellt der Verband zur Aufklärung online einen Artikel zu genau diesem Thema zur Verfügung. Darin heißt es: „Holzfeuerungsanlagen wurden letztlich auf Basis von fiktiven Emissionen bewertet, die entstanden wären bzw. entstünden, wenn es die Novelle der 1. BImSchV im Jahre 2010 nicht gegeben hätte. Der Branche und der Öffentlichkeit wurden die Erfolge dieser Novelle demnach sieben Jahre lang vorenthalten.“

Das habe große Auswirkungen auf Werte und Statistiken, wessen sich viele gar nicht bewusst seien. Und nicht zuletzt führen „deutlich verschärfte Grenzwerte für Neuanlagen“ und Auflagen für ältere Öfen und Heizungen, die stillgelegt oder aufgerüstet werden müssen, zu sinkenden Feinstaubwerten.
Der DEPV fasst zusammen: „Insgesamt zeigen die neuen Zahlen, dass die Feinstaubemissionen aus Holzfeuerungen zwar nach wie vor nicht vernachlässigbar sind, dass sie aber doch deutlich kleiner sind, als der Öffentlichkeit in den letzten Jahren regelmäßig vermittelt wurde. Zudem ist zu erwarten, dass diese Mengen in den nächsten Jahren weiter spürbar sinken werden.“

 

Quellen:
DEPV-Artikel „Umweltbundesamt korrigiert Emissionsfaktoren und Gesamtemissionen von Holzfeuerungen nach unten“
Kolumne „Kachelmanns Donnerwetter“ von Jörg Kachelmann